Braucht Deutschland Atomwaffen?

von Seka Smith. Seka Smith ist Politikwissenschaftlerin, lebt in Berlin und arbeitet im Politikbereich. Für Offiziere.ch schreibt sie unter Pseudonym.

Saal und Konferenzort, in dem 1957 die Römischen Verträge unterzeichnet wurden (Foto: Hadi, Wikimedia Commons, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported).

Saal und Konferenzort, in dem 1957 die Römischen Verträge unterzeichnet wurden (Foto: Hadi, Wikimedia Commons, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported).

Auf dem Höhepunkt der nuklearen Aufrüstung standen sich der Ost- und Westblock mit fast 100’000 nuklearen Gefechtsköpfen gegenüber. Der Kalte Krieg schürte eine immanente Angst vor dem atomaren Schlagabtausch und der Vernichtung der menschlichen Zivilisation.

Nach dem Ende des Schreckens des Zweiten Weltkrieges erblühte Deutschland mit dem Wirtschaftswunder zu einer neuen, zivilen Stärke. Die Interdependenz der ehemaligen Kriegsgegner schuf eine neue Friedensperiode auf dem europäischen Kontinent. Aus der Montanunion wurden mit den Römischen Verträgen die Europäischen Gemeinschaften, die sich viele Jahrzehnte später zur Europäischen Union (EU) weiterentwickelten. Folgerichtig hatte die EU 2012 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa erhalten.

The work of the EU represents “fraternity between nations”, and amounts to a form of the “peace congresses” to which Alfred Nobel refers as criteria for the Peace Prize in his 1895 will. — Announcement of the Norwegian Nobel Committee, 12. Oktober 2012.

Spätestens mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war ein gefürchteter und ideologischer Gegner für die westlichen Demokratien weggebrochen. Manche sahen darin das “Ende der Geschichte“, andere das Ende der NATO, der plötzlich ein klares Feindbild fehlte. In darauffolgenden Jahren suchte das neue Russland nach sich selbst und China war erst in den Startlöchern, sich zu einem globalen Wirtschafts- und Sicherheitskonkurrenten Europas und der USA zu entwickeln. Deutschlands Rolle nach 1949 war eindeutig geregelt und von den Bundeskanzlern ab Konrad Adenauer auch konsequent verfolgt worden: Deutsche Soldaten würden, außer zur Verteidigung, keinen Krieg mehr führen. Die Zivilmacht Deutschland hatte aber andere Interventionsformen entwickelt, die sogenannte “Scheckbuchdiplomatie”. Außenpolitische Ziele wurden nicht mit militärischen Mitteln erwirkt, sondern mit Wirtschaftsabkommen, Sanktionen und Entwicklungshilfen.

Die zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Verflechtung der europäischen Demokratien ermöglichte den ersten Nachkriegsgenerationen, ohne einen Krieg auf deutschem Boden aufwachsen zu müsisen. Die Pax Europeana schuf das Glück, dass sie den Schrecken, die Entbehrungen und den Horror eines Krieges nicht miterleben mussten.

Ebenso wie die EU erwies sich auch die NATO als europäischer Friedensgarant im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion und ihre Satellitenstaaten. Deutschlands Mitgliedschaft in diesen beiden Organisationen führte zur Stabilität, Wohlstand und gleichzeitig zur Abschreckung vor einer möglichen sowjetischen Invasion des europäischen Kontinents. Doch Europa war keineswegs ein Kontinent ohne Krieg. Außerhalb der europäischen Gemeinschaft wurde sehr wohl gekämpft. Die Bilder und Wunden der Jugoslawienkriege, des Kosovokrieges oder der Konflikt um Transnistrien sind auch heute noch präsent. Doch von diesen regionalen Konflikten musste sich Deutschland und die europäische Gemeinschaft nie bedroht fühlen.

Demonstrationen am 23. Januar 2014 in Kiew (Foto: Аимаина хикари, Wikimedia Commons, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported).

Demonstrationen am 23. Januar 2014 in Kiew (Foto: Аимаина хикари, Wikimedia Commons, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported).

Die Bedrohung aus dem Osten
Die Proteste des Euromaidan führten zum Sturz des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, der, nachdem seine Sicherheitskräfte mehrere Demonstranten ermordet hatten und er sich seit dem 21. Februar 2014 nicht mehr auf deren Schutz verlassen konnte, über die Krim nach Russland geflohen ist. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesregierung war der Grund für die Flucht vor allem Angst, “für die durch die Sicherheitskräfte auf dem Maidan begangenen Verbrechen sowie Korruptionsdelikte strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden” (Deutscher Bundestag, “Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Inge Höger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE – ‘Realitätscheck’ als Handreichung des Auswärtigen Amts zum Ukraine-Konflikt“, Drucksache 18/4568, 07.04.2015, S. 7).

Daraufhin erkannte das ukrainische Parlament, dass sich Janukowitsch durch seine Flucht seiner Aufgaben als Staatsoberhaupt entledigt hatte. Spätestens bei der nachfolgenden Wahl wurden durch das ukrainische Volk Fakten geschaffen: Petro Poroschenko wurde zum neuen Präsidenten gewählt.

Der neue ukrainische Präsident war vor zwei große Sicherheitsprobleme gestellt worden. Zum einen vor die widerrechtliche Annexion der Krim durch russische Truppen sowie die direkte Unterstützung der ostukrainischen Separatisten mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, Material und Soldaten durch Russland.

Rebellen im zerschossenen Flughafengebäude von Donetsk am 16. Januar 2015.

Rebellen im zerschossenen Flughafengebäude von Donetsk am 16. Januar 2015 (Quelle: “Правда ДНР / Pravda DPR” information portal official Youtube channel).

In der prorussischen Ostukraine begannen sich, mit Hilfe der russischen Geheimdienste, nach dem Sturz Janukowitschs (dessen politische Hochburg der Osten des Landes war), bewaffnete Milizen zu bilden, welche die ukrainischen Verwaltungsbehörden angriffen, festsetzten oder vertrieben. Die Ukraine setzte daraufhin Sicherheitskräfte in Bewegung, um die Aufwiegler festzusetzen. Russland setzte seine Propagandamaschinerie in Gang und verkündete, dass sich in der Ukraine eine faschistische Regierung an die Macht geputscht hätte und begann mit der militärischen Versorgung der Aufständischen, u.a. mit schweren Waffen. Im Verlauf der Gefechte kam es auch zu zahlreichen zivilen Opfern, beispielsweise als die Passagiermaschine MH17 von (pro-)russischen Luftabwehreinheiten abgeschossen wurde.

Auf die Verletzung der ukrainischen Souveränität und den Versuch, die dortige Demokratiebewegung zu unterdrücken, mussten die Vereinigten Staaten und die EU reagieren: mit Diplomatie und, nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, mit weitreichenden Wirtschaftssanktionen. Führende russische Politiker erhielten Einreiseverbote, der Rubel-Kurs brach ein, Handelsverbote wurden mit der Folge durchgesetzt, dass Anfang 2015 die deutschen Warenausfuhren nach Russland um 35,1% sanken und Importe um ein Drittel einbrachen. Die Kreditaufnahme verteuerte sich für Russland merklich und die Ölexporte brachen ein. Eine Rezession war die Folge, welche der Zustimmung der russischen Bevölkerung an der Politik Putins aber keinen Abbruch tat.

Inzwischen würden 75% der Russen Wladimir Putin als Präsident wiederwählen, 86% bescheiden ihm eine positive Arbeit. Im Westen sehen die Menschen im russischen Präsidenten vor allem eine Bedrohung. 81% der Deutschen sind der Meinung, dass Russland kein vertrauenswürdiger Partner des Westens sei. Putin hat mit der Krim-Annexion und dem Krieg mit der Ukraine auch mit dem demokratischen und liberalen Westen gebrochen. Unter seiner und der Präsidentschaft von Dmitri Medwedew entwickelte sich Russland von einem semi-demokratischen Land zu einem autoritären Staatsapparat, in dem Nationalisten, die russischen Geheimdienste und Oligarchen die wichtigste machtpolitische Rolle spielen. In Russland in der Opposition zu sein, hat sich nicht nur nach dem Mord der Journalistin Anna Politkowskaja zu einer lebensgefährlichen Mutprobe entwickelt.

Russlands Stärke erweckt vergangene Befürchtungen
Das Erwachen Russlands aus seiner wirtschafts- und machtpolitischen Starre lässt die russische Führung wieder von einem Weltmachtstatus sowjetischen Typs träumen. Doch was des einen Hoffnung ist, ist des anderen Albtraum. Insbesondere die ehemaligen Mitglieder des Warschauer Paktes, voran Polen und die Baltischen Staaten, fürchten sich vor etwaigen russischen Ambitionen. Was würde die NATO unternehmen können, sollten tatsächlich russische Truppen oder prorussische Milizen Estland, Litauen oder Lettland destabilisieren und über Nacht eine Aufnahme in die Russische Föderation begehren? Die Angst vor dem Verlust der Unabhängigkeit ist für diese Menschen real.

Russische Panzer im Kaukasus-krieg 2008 (Foto: AP).

Russische Panzer im Kaukasus-krieg 2008 (Foto: AP).

Russland hat als Atommacht mit einer Streitmacht von über 760’000 aktiven Soldaten ein schlagkräftigeres Trumpf in der Hand als es jede Wirtschaftssanktion sein könnte. Vielleicht hätte es keinen ukrainisch-russischen Krieg um die Ostukraine gegeben und keine Annexion der Krim, wenn die Ukraine 1994 nicht auf einen wesentlichen Teil der sowjetischen Atomwaffen verzichtet und sich auf eine Sicherheitszusage aus Moskau verlassen hätte, die 20 Jahre später das Papier, auf dem es geschrieben wurde, nicht mehr wert war. Der Times zufolge drohten russische Generäle dem Westen sogar mit einem Nuklearkrieg, sollten sie sich in die Annexion der Krim einmischen (Putin: try to take Crimea away and there´ll be nuclear war, The Times, 02.04.2015).

Seit dem Ende des Kalten Krieges hatte Europa keinen so ernsthaften Konflikt direkt vor seiner Haustür als die gegenwärtige Auseinandersetzung mit Russland. Wurde in den 1990er Jahren noch über die Auflösung der NATO diskutiert, ist das nordatlantische Bündnis heute wichtiger denn je, um nicht, wie einst das antike Melos durch die Militärmacht Athen, vor die scheinbare Wahl gestellt zu wurden, dasjenige zu ertragen, was der Stärkere erwartet.

Atomwaffen und die Bundesrepublik
Atomwaffen erfüllen als Massenvernichtungswaffen eine doppelte sicherheitspolitische Rolle: sie garantieren die Souveränität des Inhaberlandes und entfalten Abschreckungspotential gegenüber Dritten. Auch wenn Nuklearwaffen, wie die Kriege zwischen Indien und Pakistan nahe legen, keine militärischen Auseinandersetzungen verhindern, sind sie der stete Garant für die Unabhängigkeit oder wenigstens die Beibehaltung eines status quo. Nuklearwaffen sind, wie in der Debatte zum Umgang mit der russischen Aggression zu sehen war oder aus den steten nordkoreanischen Drohungen zu entnehmen ist, ein ernstzunehmender Faktor, der Handlungsoptionen zumindest in kritischen Situationen, auf der einen Seite, limitiert oder, auf der anderen, neue Spielräume eröffnet.

Atomwaffen können ihre Rolle nur erfüllen, wenn sichergestellt werden kann, dass die entsprechenden Führungszentren, Atomwaffenträger und Gefechtsköpfe einen präventiven, feindlichen Angriff überleben. Mit der nuklearen Triade, bestehend aus mobilen Raketenträgern, strategischen U-Booten und Bombern, wird eine Zweitschlagkapazität aufgebaut, die es einer Atommacht ermöglicht, nach einem atomaren Erstschlag mit Nuklearwaffen zurückzuschlagen. Das Bewusstsein, das Atomwaffenpotential eines Gegners nicht vollständig vernichten zu können, führt zum Gleichgewicht des Schreckens und entwickelt eine friedenssichernde Wirkung auf niedrigem Niveau.

USS Pennsylvania (SSBN 735). U-Boote mit ballistischer Bewaffnung bilden eine tragende Säule der Zweitschlagkapazität (Foto: US Navy).

USS Pennsylvania (SSBN 735). U-Boote mit ballistischer Bewaffnung bilden eine tragende Säule der Zweitschlagkapazität (Foto: US Navy).

Als Franz Josef Strauß Nachfolger von Theodor Blank im Amt des Verteidigungsministers wurde, legte er bereits wenig später seine Pläne zur Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen vor und verurteilte die SPD-Opposition in ihrer ablehnenden Haltung:

“Aber bei Ihnen gibt es ohne jeden Zweifel eine ganze Reihe von Mitarbeitern, die keine Kommunisten sind, in keinster Weise etwas mit dem Bolschewismus zu tun haben, aber vor dieser Konsequenz [eines feindlichen Angriffs] die Waffen strecken und bereit wären, lieber die Folgen eines solchen [sowjetischen] Regimes auf sich zu nehmen […]. — Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll vom 20.03.1958, S. 873.

Strauß argumentierte, dass eine Streitmacht ohne eine Atombewaffnung kaum in der Lage wäre, einem übermächtigen Gegner stand zu halten. Damit würde die Verteidigungsfähigkeit auf ein Minimum reduziert werden:

Man kann keiner Truppe zumuten, mit Waffen, die um eine tausendfache Dimension schwächer sind als die des Angreifers, Widerstand zu leisten und ihre soldatische Pflicht zu erfüllen. — Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll vom 20.03.1958, S. 873.

Der Abgeordnete Kurt Georg Kiesinger entgegnet der Forderung nach gewaltlosem Widerstand:

Manche sagen es ganz offen, wir sollten die Methode des gewaltlosen Widerstandes nach der Art des großen Inders Gandhi ergreifen; das sei das einzige, was uns retten könne. Sie sehen nicht, dass die Lage Indiens gegenüber einem Kulturstaat wie Großbritannien völlig unvergleichbar ist mit der Lage Westeuropas gegenüber der Sowjetunion. — Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll vom 20.03.1958, S. 903.

Deutschland verzichtete letztlich auf die Indienststellung eigener Atomwaffen für die Bundeswehr. Am 25. März 1958 beschloss der Bundestag mit der Mehrheit der CDU/CSU und DP-Stimmen die Modernisierung der deutschen Streitkräfte und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis, damit Deutschland “die übernommenen Verpflichtungen im Rahmen der NATO zu genügen vermögen und den notwendigen Beitrag zur Sicherung des Friedens wirksam leisten könne.” (Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll vom 25.03.1958, S. 1169).

Das Resultat der Abstimmung war die Beteiligung der Bundeswehr an der Nuklearen Teilhabe. Amerikanische Atomwaffen wurden in Deutschland stationiert, Bundeswehrsoldaten an der Handhabung und Anwendung geschult. Das Einsatzkonzept sah vor, dass im Verteidigungsfall deutsche Soldaten des Heeres und der Luftwaffe, in Abstimmung mit den USA, Atomwaffen hätten einsetzen können. Bis heute trainieren Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 den Einsatz von B61-Kernwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel.

Fazit
Das Konzept der nuklearen Teilhabe ermöglichte der Bundesrepublik den Verzicht auf eigene Nuklearwaffen, ohne auf sie im Kriegsfall verzichten zu müssen. Mit der Autorisierung durch den US-Präsidenten hätten die Gefechtsköpfe durch Heeres- und Luftwaffeneinheiten der Bundeswehr eingesetzt werden können.

Mit dem Ende der Sowjetunion veränderten sich schlagartig die Einsatzspezifika der in Europa stationierten Kernwaffen. Sie wurden schlicht und einfach nicht mehr benötigt, um vorrückende Truppen des Warschauer Paktes aufzuhalten. Mit der Reduzierung von Militärhaushalten und einer globalen Atomwaffenabrüstung stellte sich auch in den USA die Frage, inwieweit es notwendig ist, die Infrastruktur für die Bereitstellung von Nukleargefechtsköpfen in Europa weiterhin auf hohem Niveau bereitzustellen und zu finanzieren. Sukzessive wurde also auch im Rahmen der nuklearen Teilhabe abgerüstet: Mindestens die Hälfte der 480 in Europa stationierten Gefechtsköpfe wurden zurück in die Vereinigten Staaten transportiert. Im wiedervereinigten Deutschland verblieben auf dem Fliegerhorst Büchel 20 taktische Atombomben, denen der Tornado IDS als Nuklearwaffenträger dient.

Der Verzicht auf die nukleare Teilhabe ist nur geboten, wenn langfristig mit keiner existentiellen Bedrohung gerechnet werden muss und parallel in die konventionelle Ausrüstung massiv investiert wird, um bspw. eine effektive Raketen- und Luftabwehr sowie eine glaubwürdige Abschreckung durch Bodentruppen sicherstellen zu können. Mit der aggressiven Politik Russlands ist zumindest ein wesentlicher Faktor für die Nuklearwaffenabrüstung weggefallen. Andererseits ist der Bau von deutschen Kernwaffen kontraproduktiv, denn das würde auf internationaler Ebene als fatales Signal verstanden werden und zu einer ausufernden und neuen nuklearen Rüstungsspirale führen. Der Legitimität des Atomwaffensperrvertrages würde eine deutsche Nuklearwaffenaufrüstung ein definitives Ende setzen und weitere Staaten ermuntern, Massenvernichtungswaffen herzustellen.

Weitere Informationen

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8 Responses to Braucht Deutschland Atomwaffen?

  1. L Neukom says:

    Politikwissenschaftlerin und total naiv? – kaum, ich glaube auch nicht mehr an den Storch………..lol. Also dann eben wie alle dieser Art Versuche Propaganda zu verbreiten – man ist auf der Salairliste des CIA – schade, der Anfang zeigte Potential; mit dem ukrainischen Abschnitt dann eben diejenigen Halbwahrheiten wiedergekaut, die unterdessen selbst nach x-maligem widerholen nicht wahrer werden – damit ist alles was hier geschrieben wurde Schutt!

    • Ihr Kommentar führt dem Ganzen auch keinen Mehrwert zu. Weder präzisieren Sie, in welchen zentralen Punkte Sie anderer Meinung sind, noch versuchen Sie diese Punkte argumentarisch zu berichtigen.

      Speziell für Sie: Die Pyramide kompetenter Kritikäusserung

      die pyramide kompetenter kritikäusserung

  2. Seka Smith says:

    Lieber L Neukom,

    ich denke, es ist überaus wichtig, sich über die außen- und sicherheitspolitische Lage auf der Welt frei und ohne (ideologische) Konventionen zu unterhalten. Ehrliche Diskussionen sollten immer fernab jeglicher Propaganda geführt werden, da uns diese dem Kern der Sache nicht näher bringt. Ebenso wenig wie etwaige Vorhaltungen.

    Sollten Sie, wie ich aus Ihrem Kommentar entnehmen kann, eine andere Meinung vertreten, insbesondere zur Ukraine, so freue ich mich sehr, wenn Sie mir Ihre Argumente darlegen und wir darüber sprechen können.

    Seka Smith

  3. Thomas Elstner says:

    L Neukom schrieb: “…diejenigen Halbwahrheiten wiedergekaut, die unterdessen selbst nach x-maligem widerholen nicht wahrer werden…”
    Und hat Recht, all die Lügen zum Beispiel den Absturz von MH 17 betreffend, ich kann sie nicht mehr hören.
    Und ihr fabuliert über Atomwaffen und die Bundesrepublik!?
    Schon vergessen, von Deutschland gingen 2.Weltkriege aus, auch wenn andere fleißig mitgemacht haben!
    Schon vergessen, wie die USA in der Cuba-Krise reagiert haben, als auf der Insel Raketen stationiert werden sollten? Jetzt haben wir die Ukraine-Krise und statt der Russen lamentieren wieder die Amerikaner! Ich frage sachlich, geht`s noch???

    Erzürnt
    Thomas Elstner

    • Saeka Smith says:

      Lieber Herr Elstner,

      ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass von Russland und den russischen Medien sehr viele Halbwahrheiten verbreitet werden. Erst gestern hat der Spiegel über die Reportage der “Nowaja Gaseta” berichtet, dass tatsächlich eine Buk-Rakete die MH-17-Maschine abgeschossen hat. Zitiert werden russische Ingenieure, die ihren Bericht diesbezüglich an die Untersuchungskommission in den Niederlanden schicken werden.

      Damit sind auch viele Verschwörungstheorien, oder Halbwahrheiten, wie Sie es nennen, russischer Medien widerlegt worden. Beispielsweise, dass ein ukrainisches Kampfflugzeug die Passagiermaschine abgeschossen hätte (russisches Verteidigungsministerium), die Passagiere bereits beim Start alle tot gewesen sind (Separatistenmeldung). Die “Komsomolskaja Prawda” meinte, dass sie sogar den Piloten des ukrainischen Kampfflugzeuges ausfindig gemacht hätte usw. Letztendlich haben sich sehr viele russische Meldungen leider als Erfindung oder Spekulation erwiesen.

      Obige Informationen können Sie gerne hier beim “Spiegel” nachlesen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/mh17-abschuss-durch-buk-rakete-laut-russischer-zeitung-a-1032435.html

      Sollten Sie deutschen Medien “nicht trauen”, verweise ich Sie gerne auch an die Neue Zürcher Zeitung: http://www.nzz.ch/international/russen-bestaetigen-raketenabschuss-1.18536959

      Ebenso einschlägig ist die Reportage des Journalistennetzwerkes “Correctiv!” mit ihrem Bericht zum MH-17-Abschuss: https://mh17.correctiv.org

      Dass von Deutschland zwei Weltkriege ausgegangen sind, ist historisch nicht richtig. Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass der Zweite Weltkrieg die alleinige Schuld des Deutschen Reiches war. Beim Ersten Weltkrieg sieht die historische Faktenlage aber deutlich verzwickter aus. Ich empfehle Ihnen dazu die Lektüre des Buches “Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog” von Christopher Clark:

      “Das Deutsche Kaiserreich, so Clark, hat nicht mehr zum Ausbruch des Weltkrieges beigetragen als die anderen vier Großmächte Frankreich, England, Russland und Österreich-Ungarn.” Die entsprechende Rezension finden Sie beim “Deutschlandfunk”: http://www.deutschlandfunk.de/die-schlafwandler-wie-europa-in-den-ersten-weltkrieg-zog.700.de.html?dram:article_id=270753

      Ich kann Ihren Vergleich zwischen der Kuba-Krise von 1962 und dem Ukraine-Krieg beziehungsweise der Annexion der Krim nicht nachvollziehen. Wo sehen Sie denn genau die Parallelen?

      Seka Smith

  4. L Neukom says:

    Let me rephrase my comment so it becomes abundantly clear what my attack above was about: Why are there blogs like ‘offiziere.ch’ proliferating all over the world? For one simple reason – the MSM drivel is becoming so obviously untenable for the thinking person, many participating citizens seek the truth somewhere else. When blogs simply rehash the news releases Langley drops into Reuters inbox, a blog like ‘offiziere.ch’ suffers a fatal credibility gap – it pains me to see this for one simple reason – readers of this blog will simply move to more credible sources, they are too intelligent to fall for the propaganda drivel.
    To be very specific – Is the old east vs. west paradigm as presented here really not too obviously flawed that they need not be refuted line by line? And because Miss Seka is stuck in that worn out track, she runs the risk to be labels a CIA shill – what a waste of an intelligent mind!

    My suggestion to ‘offiziere.ch’ – balance this CIA propaganda piece with a Russian propaganda piece, e.g: http://actualcomment.ru/chego-khochet-putin.html, translated here – http://www.thefallingdarkness.com/2015/04/28/what-does-putin-want-a-major-analysis-by-rostislav-ishchenko-must-read/

    (My apologies for this English response, but my German is also ‘flawed’……..lol)

  5. L Neukom says:

    Another counterpoint – albeit, not for the faint of heart…….. 🙂

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