Veranstaltungshinweis: Sicherheitsverbund Schweiz und die Sicherheitsverbundübung 2014

André Duvillard, Delegierter des Sicherheitsverbunds Schweiz

André Duvillard, Delegierter des Sicherheitsverbunds Schweiz

Mit der erfolgreichen Durchführung der EURO 08 wurde aufgezeigt, dass eine Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und allen sicherheitspolitischen Instrumente notwendig und erfolgreich ist. Diese Zusammenarbeit wurde nach dem Ende des Kalten Kriegs im sicherheitspolitischen Bereich etwas vernachlässigt und die Kantone fühlten sich teilweise etwas überfahren. Deshalb wurde zur Erreichung eines effizienten und wirksamen Zusammenspiels der sicherheitspolitischen Mittel von Bund, Kantonen und Gemeinden mit dem Sicherheitspolitischen Bericht 2010 der Sicherheitsverbund Schweiz (SVS) eingeführt (für mehr Informationen zum Sicherheitsverbund Schweiz siehe: “SiD 2012, Teil 3 – Sicherheitsverbund Schweiz“, offiziere.ch, 27.10.2012).

Momentan befindet sich der Sicherheitsverbund Schweiz in einer Pilotphase, welche zwischen dem 03.-11. November 2014 durch eine grossangelegte Sicherheitsverbundübung (SVU 14) abgeschlossen werden soll. Die die Auswertung soll bis Mitte 2015 vorliegen. Basierend darauf soll ein möglicher Handlungsbedarf aufgezeigt und wenn notwendig der SVS angepasst werden. Die SVU 14 wird eine Not- oder Katastrophenlage angepasst an das heutige Bedrohungsbild umfassen, welche durch Miteinbezug aller Kantone und der Armee zu bewältigen sein wird. Gemäss dem Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport sollen jedoch nicht nur die politischen Entscheidungsträger sowie die operativen Führungs- und Koordinationsorgane des Bundes und der Kantone an dieser Übung teilnehmen, sondern auch Banken, Grossverteiler und Netzbetreiber (Strasse, Schiene, Telekommunikation, Energie).

Das Szenario der SVU 14 orientiert sich an den Ergebnissen des Risikoberichts 2012, welcher eine Pandemie und ein Ausfall der Stromversorgung als grösstes Risiko für die Schweiz in Bezug auf Schadensausmass und Eintretenswahrscheinlichkeit feststellt. Im Grundszenario der SVU 14 führt eine Cyberattacke auf die Stromwirtschaft und ein Sturm zu einem 48-Stunden Stromausfall und einer lang anhaltendenden Strommangellage (8–12 Wochen). Als Folge kommt es landesweit zu einer komplexen Notlage. Eine Grippepandemie mit hoher Infektionsrate – auf dem Höhepunkt wird ein Viertel der Bevölkerung infiziert sein – wird diese komplexe Notlage überlagern und weiter verschärfen. Die Auswirkungen auf Schlüsselsektoren wie Öffentliche Sicherheit, Versorgung und Entsorgung, Gesundheitswesen, Mobilität und Transport, Führung und Koordination sowie Kommunikation werden dabei im Mittelpunkt der Krisenbewältigung stehen (Quelle: “Sicherheitsverbundübung 2014 (SVU 14)“, Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport).

Offzielles Logo der SVU 14

Offzielles Logo der SVU 14

Zu dieser interessanten Thematik veranstaltet “Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen” am Montag, 11.11.2012 von 18:00-20:30 im Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Bern (Saal Hodler) den Herbstanlass “Sicherheitsverbund Schweiz und die Sicherheitsverbundübung 2014”.

André Duvillard und Botschafter Toni Frisch, Projektleiter SVU 14 werden aus erster Hand über den SVS und die SVU 14 berichten. Bei der anschliessenden Podiumsdiskussion wird Stefan Blättler, Kommandant der Kantonspolizei Bern hinzustossen. Durch den Anlass führt Eugen Thomann, Mitglied des Vorstandes von “Chance Schweiz” und Alt-Polizeikommandant der Kantonspolizei Zürich.

Der Anlass ist offen, wir bitten Sie jedoch sich aus organisatorischen Gründen mit folgendem Formular oder per Email anzumelden.

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Engagiert, reflektiert, differenziert – das ist die Stossrichtung von “Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen“. Wir sind nicht allein der Tagespolitik verpflichtet, sondern wollen mit einer langfristigen Perspektive aktuelle Reformprozesse begleiten und fördern, und – wo nötig – auch dazu ermuntern. Dabei bringen wir eine ganzheitliche Sicht von Sicherheitspolitik ein.

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