Dass der Discovery Channel ein “wissenschaftlich angehauchter” Sender amerikanischer Art ist, realisiert man beispielsweise bei so detailliert recherchierten Sendungen wie “How to survive Kidnapping” (hmmm fraglich ob Zynismus bei einem Blog funktioniert….). Trotzdem möchte ich euch diese schon beinahe peinlich komische Mini-Doku nicht vorenthalten – auch wenn die Wahrscheinlichkeit entführt zu werden sehr gering ist. Als besonders sicherheitskritisch für Westeuropäer gelten jedoch derzeit Kolumbien, Brasilien, Venezuela, Mexiko, Pakistan, Algerien, Jemen, Russland, Tschetschenien und in Westeuropa anscheinend Italien (Quelle: Jörg Helmut Trauboth, “Sicherheits- und Krisenmanagement bei Geiselnahmen und Entführungen“, Krisennavigator, 11:11).
Im Krisenavigator des Institut für Krisenforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist in einem Aufsatz von Jörg Helmut Trauboth folgende interessante Statistik zu finden:
Deutschland ist kein Entführungsland. Seit 1990 verzeichnen wir jährlich ca. 120 Fälle in der Kriminalstatistik, doch gibt es kaum mehr als 20 Entführungen von herausragenden Einzelpersönlichkeiten in den letzten 20 Jahren. [...] Die Mehrzahl der Entführten in Deutschland ist männlich, ca. die Hälfte sind Kinder, die meisten zwischen 14–16 Jahre. Knapp 90 Prozent der Entführten kommen lebend frei. Bei den Kindern nur ca. 50 Prozent. Das Tötungsrisiko für Kleinkinder ist geringer, da Täter hier eine niedrigere Identifizierungsangst haben. Es ist am Tag der Entführung am höchsten und sinkt nach vier Tagen deutlich ab. Das Tötungsrisiko ist außerdem bei Einzeltätern ungleich höher so wie bei nichtmaskierten Tätern.
Eine Häufung von Entführungen gibt es nach statistischen Auswertungen von Oktober bis Dezember. Die wenigsten Entführungen erfolgen am Wochenende, vermutlich, weil das Opferverhalten am Wochenende weniger gut eingeschätzt werden kann. Bevorzugte Tage: Donnerstag, Freitag, Montag. Die meisten Entführungen liegen in Zeiten, in denen das Opfer die Wohnung oder das Büro verlässt oder betritt. Die Entführungen finden vorzugsweise auf der Straße statt. Entführungen dauern in Deutschland selten über dreissig Tage.
Weitere Informationen
Major P. J. Murphy und Captain K. P. J. Farley, “Hostage Survival Skill for CF Personel“.




Da 75 bis 80% der Amerikaner keinen Reisepass besitzen, müssen di sich keine gedanken darüber machen, ausser sie verhalten sich “verdächtig” oder chauffieren die falschen Personen und landen in Guantanamo!
Wieso hat ein Auto innen einen Nothebel zum Öffnen des Kofferraums?
Hi.
Ich weiß, dass es eigentlich nichts mit diesem guten Artikel von dir zu tun hat, aber ich ( und sicherlich viele andere Leser deines informativen Blogs ) würde mich sehr darüber freuen, wenn du RSS Feeds auf deinem Blog einrichten würdest.
Ansonsten wünsche ich dir noch einen schönen Tag und weiterhin viel Erfolg beim Bloggen & in der Schweizer Armee.
Ein aufmerksamer Leser.
Es hat doch einen RSS Feed?
http://www.offiziere.ch/?feed=rss2
Ich konnte ihn zumindest abonnieren, liegt vielleicht auch daran, dass ich Opera verwende und nicht Firefox oder IE…
mfg
MiG-29M OVT
Hi mig29movt !
Danke für den Hinweis, habe das die ganze Zeit gesucht, aber irgendwie nicht gefunden.
Mfg.