Aufgeschnappt: Armeebericht 2010

Achtung, die Daten in diesem Artikel sind nicht mehr aktuell. Der Artikel wird jedoch aus Gründen der Nachverfolgbarkeit und wegen den interessanten Kommentaren der Leser beibehalten. Für aktuelle Angaben zum Armeebericht 2010 bitte zu diesem Artikel wechseln.

Zum bevorstehenden Armeebericht bzw. zu dessen Entwurf konzentrierten sich die Medien auf die geplante Bestandesreduktion von 120’000 auf 95’000 Angehörige der Armee (AdA). Was die Medien jedoch unterschlagen haben, sind die vorwiegend demographischen Ursachen dieser Bestandesreduktion. Gemäss Brigadier Hans-Peter Walser, J1 der Armee hat die demographisch bedingte Abnahme der Anzahl Rekruten – wenn alle anderen Parameter unverändert bleiben – mittelfristig die Streichung von 20 Bataillonen (1 Bataillone entspricht dabei 900 AdA) und langfristig gar die Streichung von 40 Bataillonen zur Folge. Das bedeutet eine mittelfristige Bestandesreduktion von rund 18’000 AdA und langfristig gar von rund 36’000 AdA. Bei diesen Zahlen sind zusätzliche Abgänge durch den Zivildienst noch nicht eingerechnet.

Wie die 95’000 Armeeangehörigen grob eingesetzt werden sollen, zeigt eine Auflistung in der Information “Armeebericht 2010″ vom 07. Juni 2010 des Chefs Armeeplanung, Brigadier Daniel Baumgartner:

Insgesamt werden im Armeebericht 2010 vier Varianten vorgeschlagen. Eine Leistungsoptimierte, welche ein Jahresbudget von rund 5 Milliarden SFr benötigt. Eine ressourcenoptimierte Variante, bei der gemäss NZZ bloss 30’000 Soldaten vollständig ausgerüstet und trotzdem rund 4,5 Milliarden SFr kosten würde. Die auf die Verteidigungsfähigkeit bzw. auf Schutzaufgaben optimierten Varianten sind betreffend den Kosten gemäss Baumgartner noch in der Bearbeitung. Eines ist diesen beiden Varianten jedoch gemein: die durch die jeweilige Konzentrierung entstehenden Fähigkeitslücken. Es ist geplant mit der Umsetzung der Detailkonzepte basierend auf den Armeebericht ab 2015 zu beginnen.

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12 Responses to Aufgeschnappt: Armeebericht 2010

  1. Ich wurde heute darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den Informationen in der Präsentation von Brigadier Daniel Baumgartner nicht um den aktuellen Stand des Entwurfs handelt (beispielsweise bezüglich der Kosten der einzelnen Varianten). Sowohl in der Präsentation von Baumgartner, wie auch in der obigen Zusammenfassung kommt klar zum Ausdruck, dass es sich dabei um einen in Bearbeitung befindlichen Grobentwurf handelt. Deshalb sind alle Angaben mit entsprechender Vorsicht zu geniessen. Leider sind derzeit nicht mehr Informationen verfügbar, da die definitive Version voraussichtlich erst anfangs September 2010 vom Bundesrat zu Handen des Parlaments verabschiedet wird.

  2. Gemäss Bundesrat Ueli Maurer soll der Armeebericht 2010 in der Wintersession vom Ständerat als Erstrat beraten werden. Ausserdem noch eine Präzisierung zur zahlenmässigen Verringerung des Armeebestands:

    Die Grösse unserer Milizarmee ergibt sich aus der Anzahl Rekruten pro Jahrgang mal Anzahl WK. Das ist die allgemeine Wehrpflicht, die in der Verfassung verankert ist. Wir bilden aufgrund dieser Verfassungsbestimmung jedes Jahr zwischen 16’000 und 19’000 Rekruten aus. Sie machen zurzeit 6 WK, und 6 mal 19’000 ergibt diese Armee von 120’000 Mann. Die Jahrgänge werden kleiner. Wir werden also, wenn wir beim gleichen Modell bleiben, in etwa zehn Jahren noch 16’000 Soldaten haben. 16’000 pro Jahrgang mal 6 WK ergibt in Zukunft eine Armee von 96’000 Mann. — Ueli Maurer, Wortprotokoll der Herbstsession 2010, 15.09.2010.

  3. Mark says:

    Rechnet Herr Maurer bei diesen Zahlen mit “konstanten” 16k Mann bis zum letzten WK?

    Schon bei den heutigen Jahrgängen absolvieren nur noch ca. 30% der Ausgehobenen den letzten WK, die anderen 70% scheiden vorher aus.

    Alleine deshalb ist die allgemeine Wehrpflicht und Wehrgerechtigkeit ein Witz und leerer Buchstabe geworden.

    • Dies ist eine theoretische Modellberechnung für die grobe Planung. Derzeit werden gemäss J1, Brigadier Hans-Peter Walser durchschnittlich 22’000 Rekruten in den Rekrutenschulen fertig ausgebildet, ab 2014 werden es durchschnittlich 19’000 sein und ab 2020 durchschnittlich 16’000 (vgl.: “Durchdiener – personelle Perspektive oder Fremdkörper der Armee?“, 12.05.2009). Bei den Angaben von Bundesrat Ueli Maurer geht es um theoretische Bestandesgrössen. Brigadier Baumgartner Daniel spricht bei seiner Präsentation zum Armeebericht 2010 von einem minimal benötigten Bestand von ca. 95’000 Mann. Ob schlussendlich wirklich alles ausgebildeten Rekruten wirklich alle sechs Wiederholungskurse geleistet haben werden, ist in der jetzigen Planungsphase eher nebensächlich, von einem zukünftigen Dienstpflichtmodell und schlussendlich von der Durchsetzung der verantwortlichen Stellen abhängig. Es darf nicht vergessen werden, dass die Armee derzeit einen kostentreibenden Überbestand besitzt. Gemäss der Armeeauszählung 2009 umfasst die aktive Armee 138’657 Sollbestandesplätze, der Effektivbestand liegt jedoch bei 188’433 Ada (bzw. 136%). Aus finanziellen Gründen hat die Armee derzeit eher Interesse an einer Bestandesverringerung, als an der Durchsetzung, dass jeder AdA auch wirklich bis zum letzten Dienstag seine Dienstpflicht erfüllt hat. Das kann sich natürlich in Zukunft wieder ändern und eine restriktivere Handhabung nach sich ziehen.

      Unter dem Grundsatz “weniger behaupten und mehr Fakten liefern” bitte ich Dich zukünftig deine Behauptungen mit Quellen zu versehen. Sowohl der “Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung über die Sicherheitspolitik der Schweiz“, Entwurf, 23.06.2010, p. 47 wie auch Hans-Peter Walser, “Armeeauszählung 2009“, Kurzfassung, August 2009, p. 11 geben an, dass 50-55% der Stellungspflichtigen ihre gesamte Militärdienstpflicht ordentlich nach Gesetz erfüllen. Damit nimmt die Schweiz verglichen mit anderen EU-Staaten nach Finnland (65% Erfüllungsgrad) den 2. Platz ein. Die Quote der Militärdiensttauglichen pro Gesamtjahrgang der Stellungspflichtigen nach der Rekrutenschule liegt bei rund 60%. Das heisst vorsichtig berechnet, dass rund 83% der Rekruten nach der Rekrutenschule die von ihnen gesetzlich erwartete Militärdienstpflicht erfüllen. Wie gesagt: es interessiert mich, auf welche Grundlagen Du Deine Zahlen abstützst.

  4. Mark says:

    Ich sollte die “Ausgehobenen” präzisieren mit Leuten die für den ersten Eignungstest aufgeboten waren. Davon treten ca. 66% die RS an

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wo-am-meisten-junge-Schweizer-diensttauglich-sind/story/27063935/print.html

    Die anderen Zahlen (wieviele % eines Jahrgangs die Dienstpflicht voll erfüllen) waren in einem Artikel der Sonntagszeitung, den ich online gerade nicht finde. Es kann sein, dass die 30% die Kantone mit der höchsten “Ausfallquote” darstellen.

    PS: Ein weiteres interessantes Detail zu diesem Thema betrifft die Schweizer Nati (und weitere Spitzensportler wie Roger Federer):

    http://bazonline.ch/sport/fussball/Schweizer-Nati-Ein-Heer-von-Untauglichen/story/22104167

  5. Mark says:

    Uebrigens soll der neue Armeebericht endlich in den nächsten Tagen erscheinen

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Lang-ersehnter-Armeebericht-ist-bereit/story/14062101

  6. Widmer says:

    Zur interessanten und wichtigen Diskussion über Diensterfüllungsgrad noch die fehlende Quelle:

    © SonntagsZeitung; 30.05.2010; Seite 7

    Nur Hälfte leistet vollen Dienst
    Über ein Viertel der entlassenen Soldaten hat zwei oder mehr WK nicht absolviert

    von Joël Widmer

    Bern Berechnungen zeigen erstmals, dass mehr als die Hälfte der aus der Armee entlassenen Soldaten und Unteroffiziere ihre Dienstpflicht nicht vollumfänglich erfüllen. Die Armee hat in den letzten Jahren ihre Wehrmänner häufig nicht aufgeboten und ihnen die Verschiebungsgesuche grosszügig bewilligt. Grund: Sie konnte sie nirgends einsetzen und mit jedem nicht aufgebotenen Soldaten Kosten sparen.

    In der internen Armeeauszählung 2009, die der SonntagsZeitung vorliegt, zeigen sich die Konsequenzen dieser Politik: 2008 wurden 9412 Soldaten und Unteroffiziere mit Jahrgang 1974 entlassen, die ihre Dienstpflicht nicht erfüllt haben. Das sind 53 Prozent aller Entlassenen dieses Jahrgangs. Mehr als die Hälfte dieser Wehrmänner, die ihre Dienstpflicht nicht erfüllten, hatten bei ihrer Entlassung zwei oder mehr WK nicht geleistet.

    Nur 8564 der Soldaten und Unteroffiziere des Jahrgangs 1974 haben die Dienstpflicht erfüllt. Zieht man Untaugliche und Zivildienstleistende ab, haben von rund 33 000 Stellungspflichtigen des Jahrgangs 1974 nur rund 30 Prozent ihre Militärdienstpflicht bis zum letzten Diensttag erfüllt.

    Das Problem der Entlassenen, die nicht die volle Dienstpflicht absolvierten, ist zum grossen Teil hausgemacht. Wegen der Reformen hatte die Armee für Soldaten zeitweise schlicht keine Verwendung. Insbesondere in der Übergangsphase zur Armee XXI in den Jahren 2004 bis 2006 wurden viele Wehrmänner gar nicht aufgeboten. «Der teilweise nicht vorhandene Bedarf für das Aufgebot von Soldaten und Unteroffizieren ist ein wichtiger Grund für die hohen Restdiensttage des Jahrgangs 1974», schreibt die Armee in einer Stellungnahme.

    Hinzu kommt die Regelung – sie gilt seit 2008 –, wonach Soldaten und Unteroffiziere im Entlassungsjahr grundsätzlich nicht mehr aufgeboten werden. Und letztlich sind laut der Armee auch die vielen Verschiebungen von Dienstleistungen für die schlechte Erfüllungsquote der Wehrpflicht verantwortlich.

    Wie der Zivildienst zeigt, geht es auch anders

    Der Anteil der Entlassenen mit Restdiensttagen wird in den kommenden Jahren hoch bleiben. Auch die Jahrgänge 1975 bis 1982 werden «noch von diesem Phänomen betroffen sein», schreibt die Armee. Das Ausmass sei aber geringer. Erst bei Soldaten, die ihre Laufbahn ab 2004 gestartet hätten, seien die Voraussetzungen für die volle Erfüllung der Dienstpflicht wieder günstiger. Doch die Armee wird das Problem noch sehr lange mitschleppen, denn im letzten Jahr waren über 90 Prozent der Wehrmänner mit ihrer Dienstpflicht im Rückstand.

    Dass es auch anders geht, zeigt der Zivildienst. Dieser sorgt für eine konsequente Erfüllung der Dienstpflicht. In den Jahren 2006 schwankte der Anteil der Entlassenen mit Restdiensttagen zwischen lediglich 0,7 und 5,2 Prozent.

    SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer ist das Phänomen bei der Armee bekannt. «Ich bin aber vom Ausmass überrascht.» Schlüer erwartet Vorschläge vom VBS, wie man die Dienstpflicht durchsetzen wolle.

    «Die Wehrpflicht wird offenbar nicht nur vom Anfang, sondern auch vom Ende her ausgehöhlt», konstatiert der grüne Nationalrat Josef Lang. «Diese neuen Zahlen zeigen, wie drängend die GSoA-Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht ist.»

    Für den Präsidenten der ständerätlichen Sicherheitskommission, Bruno Frick (CVP), zeigen die Zahlen, dass man die Länge der Dienstpflicht überdenken müsse. «Zudem sollte man eine Amnestie für die älteren Jahrgänge prüfen», so Frick. Denn man habe zu viele Leute in der Armee.

    • Sehr geehrter Herr Widmer,
      vielen Dank für Ihren Beitrag. Jetzt ist auch klar von woher die 30% von Mark herrühren. Interessanterweise steht in der Kurzfassung der Armeeauszählung 2009 wortwörtlich:

      Summiert man diese Abgänge [(Zivilschutz, Zivildienst oder untauglich)], so leisten etwa 50 bis 55% eines Jahrganges ihre gesamte Militärdienstpflicht ordentlich nach Gesetz. Die Wehrgerechtigkeit ist dabei im Vergleich mit anderen Nationen, welche ebenfalls noch an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten, nach wie vor auf hohem Niveau gewährleistet. Rund 75% der männlichen Schweizer Bürger erfüllen ihre Wehr- bzw Dienstpflicht zur Sicherheit des Landes und zum Schutz der Bevölkerung in Form einer persönlichen Dienstleistung (Militär- oder Zivildienst bzw Schutzdienst).

      Hier scheint ein Widerspruch zu bestehen, der sich Anhand der Kurzfassung der Armeeauszählung 2009 (nur diese Fassung ist online) nicht genauer untersuchen lässt. Es kann auch sein, dass ich unter “ordentlich nach Gesetz” nicht das gleich verstehe (Dienstpflicht vollumfänglich erfüllt) wie Br Hans-Peter Walser ….

      Ich habe die Frage weitergereicht an die Kommunikation Verteidigung und werde die Antwort hier veröffentlichen.

      • Ich habe nun die Antwort auf meine Frage erhalten: “Ordentlich nach Gesetz” bedeutet, dass die AdA ihre Ausbildungsdienstpflicht erfüllt haben bzw. für die noch ausstehenden Diensttage den Wehrpflichtersatz bezahlt haben oder aus militärischen Gründen (Bedarf) nicht aufgeboten wurden. Darauf basieren die Angaben der Armeeauszählung, welche angibt, dass 50-55% der AdA ihre Militärdienstpflicht erfüllt hätten. Die Daten basieren ausserdem auf den Jahrgänge 1979-1983 – ich habe keine Daten des Jahrgangs 1974 erhalten, da die komplette Version der Armeeauszählung momentan als “INTERN” klassifiziert ist.

        Bei den Angaben von Herrn Widmer wurden diejenigen AdA, welche noch ausstehenden Diensttage den Wehrpflichtersatz bezahlt haben oder aus militärischen Gründen (Bedarf) nicht aufgeboten wurden, nicht zu den Militärdienstpflichterfüllern gezählt, was den Prozentwert natürlich drückt. Da ich als “Erfüllung der Militärdienstpflicht” verstehe, dass die Diensttage auch tatsächlich in einer militärischen Dienstleistung geleistet wurden, muss ich zugeben, dass aus meiner Sicht die Angaben von Herr Widmer eher der Realität entsprechen.

  7. Mark says:

    Vielen Dank für den Sonntagszeitung-Artikel, es ist der von mir angesprochene.

    (Nur aus dem Gedächtnis zitierend hatte ich vielleicht etwas plakativ zu 70% / 30% verkürzt; diese Zahl wird im Artikel aber in der Tat erwähnt: “…haben von rund 33 000 Stellungspflichtigen des Jahrgangs 1974 nur rund 30 Prozent ihre Militärdienstpflicht bis zum letzten Diensttag erfüllt.”)

    Im Hinblick auf die anlaufende GsOA-Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht finde ich es wichtig, wenn in der Schweiz die Wehrgerechtigkeit aufgrund aktueller Zahlen diskutiert wird.

    Wie das Thema Ordonanzwaffe im Haus scheint die Milizarmee/Wehrpflicht eine heilige Kuh zu sein, an dem breite Teile der Bevölkerung festhalten wollen. Dann sollte man aber ehrlich sein und diese wieder durchsetzen oder eben abschaffen.

    Es wäre aufgrund dieser Zahlen und knappen Finanzmittel ehrlicher eine Freiwilligenarmee mit höherem Anteil Berufssoldaten und motivierten Durchdienern zu planen.

  8. Der Armeebericht 2010 ist draussen. Die Zusammenfassung wird hier in Kürze folgen.

  9. Urs says:

    Danke, wobei der Bericht viel Richtiges zum Ist-Zustand der Armee enthält, aber wenig bis nichts Konkretes zur Zukunft. Diese (Denk-)Arbeit soll auf einer ominösen Konzeptstufe erfolgen mit – wie immer – vielen Arbeitsgruppen. Dabei lässt man sich bis Ende 2012 sehr viel Zeit. Noch mehr Zeit soll dann die Umsetzung beanspruchen (bis 2020). BR Mauerer und KKdt Blattmann sind beide bis dann nicht mehr dabei. Auch lässt sich bezweifeln, ob man politisch die allsonntäglichen Bad News zur Armee bis dahin überstehen wird.

    Leider tragen BR Mauerer und KKdt Blattmann mit ihrer miserablen Kommunikation viel zur bald totalen Demotivation der Armeekader bei. Maurer spricht in einem lustlosen Tagesanzeiger-Interview völlig unnötig schon von der Liquidation der Kampfpanzer, während er die Artillerie u.a. deswegen abschaffen will, da diese sonst im Einsatz Gefahr laufe, die eigenen Leute zu treffen. Solche Aussagen sprechen von einem geradezu kindischen militärischen Verständnis eines VBS-Chefs. (Natürlich war das Verbot der Kanistermunition schon quasi das Ende der Artillerie. Aber da hätte die Armee doch viel stärker auf die Hinterbeine stehen und mindestens die doch zahlreichen Of im Parlament einbinden müssen.)

    Blattmann seinerseits möchte in der Aargauer Zeitung die Durchdiener (wurden ja damals explizit für die Durchhaltefähigkeit im Inland geschaffen!) für Auslandseinsätze aufbieten, nur um damit Lohnkosten zu sparen. Beide kümmern sich jetzt schon einen Deut um ihre eigenen Grundlagendokumente SIPOL B und Armeebericht. Von einer Riesenleistung (O-Ton Blattmann) bei der Erarbeitung des Armeeberichts kann keine Rede sein. Wichtige Themen wie das abserbelnde Milizsystem werden im Bericht völlig tabuisiert. Mit Denkverboten kommen wir in der Sackgasse Armee garantiert nicht weiter.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wir-muessen-ueberlegen-ob-wir-Kampfpanzer-brauchen-/story/20201430

    (Link zum Interwiew Aargauer Zeitung vom 4.10.2010 finde ich leider nicht)

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