Tiger Teilersatz: Update 01

Ein Gastbeitrag von Patrick Truffer

In einer Medienmitteilung vom 17. Januar 2007 gab das VBS bekannt, dass die vier Flugzeughersteller Boeing (F/A-18E/F), Dassault (Rafale), EADS (Eurofighter) und Gripen International (Saab JAS-39 Gripen) am 7. Januar 2008 eingeladen wurden, ihre ersten Offerten für einen Teilersatz der Tiger-Kampfflugzeuge bis Mitte dieses Jahres einzureichen. Die Flugerprobung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Auf Grund der Evaluationsergebnisse und in Abwägung verschiedener Faktoren wird das VBS dem Bundesrat einen Typ und ein Beschaffungsvolumen vorschlagen. Es ist vorgesehen, dem Parlament die Beschaffung des Tiger-Teilersatzes mit dem Rüstungsprogramm 2010 zu beantragen. Für die Beschaffungskosten des Tiger-Teilersatzes und die zusätzlich für die Pilotenausbildung notwendigen PC-21 kann aus dem ordentlichen Budget des VBS für 2010 ein Rüstungsprogramm von rund 2,2 Milliarden Franken bereitgestellt werden.

Bei der Definierung, wieviele Kampfflugzeuge die Luftwaffe zur Erfüllung ihrer Aufträge in Friedenszeiten mindestens benötigt, nannte das VBS die Zahl 66. Für die Flotte der 54 Tiger sind also mindestens 33 moderne Ersatzkampfflugzeuge zu beschaffen (33 F/A-18C/D + 33 Ersatzkampflugzeuge = 66 Total). Für eine detailliertere Erklärung, wie das VBS auf die 66 Flugzeuge kommt, siehe Tiger-Ersatz, Teil 1: F/A-18E/F.

Defense Industry Daily sieht das vorgesehene Budget der Schweiz eher tief angesetzt:

With an expected budget of just CHF 2.2 billion (currently about $2 billion / EUR 1.36 billion), however, including the purchase of additional Pilatus PC-21 advanced trainers, the high-end participants in the competition could find themselves very disadvantaged given Switzerland’s need for numbers.

 
Welche Anzahl Kampfflieger kann man schätzungsweise mit 2 Milliarden Franken kaufen, wenn die Kosten für den PC-21 vorerst ignoriert werden?

Eurofighter: Österreich zahlt für 18 Eurofighter ca. 2 Milliarden Euro – das gäbe für die Schweiz also 11-12 Eurofighter für rund 2 Milliarden Franken. Saudi-Arabien zahlte für 72 Eurofighter rund 6,39 Milliarden Euro – das gäbe für die Schweiz dementsprechend 14 Stück – wir werden jedoch mit unserem kleinen Beschaffungsvolumen kaum die gleichen Konditionen erhalten. Defense Industry Daily sieht den Eurofighter für die Schweiz “over-budget overkill”.

F/A-18E/F: Australien bekommt für 1,3 Milliarden US-Dollar 24 F/A-18E/F. Beim australischen Preis sind die Kosten für Radar und zusätzliches Equipment noch nicht eingerechnet. Je nach Wechselkurs liegen für 2 Milliarden Franken 15-18 F/A-18E/F drin (voll ausgerüstet).

Dassault Rafale: Defense Industry Daily sieht den Dassault Rafale als geeignet für die Schweiz. Bei dem vom VBS vorgesehenen Budget bekommt man rund 20 – 24 Kampfflugzeuge. (Dassault Rafale ist zur Zeit mein persönlicher Favorit ;-))

Saab JAS-39 Gripen: Der Gripen ist derzeit das günstigste Kampfflugzeug und könnte innerhalb des vorgegebenen Budget 30-34 Kampfflugzeuge liefern. Andererseits zahlt Thailand für 12 Gripen ca. 1,1 Milliarden US-Dollar (Beschaffung in zwei Tranchen) – umgerechnet auf die Schweiz gäbe das also nur rund 21-22 Stück.

 
Zum Vergleich: die 34 F/A-18 C/D (Auslieferungsbeginn war der 3. Oktober 1996) kosteten die Schweizer Armee rund 3,5 Milliarden Franken.

 
Update vom 24.01.2008
Die Berner Zeitung (BZ) ist in ihrem Artikel “Ist die Evaluation eine Farce?” der Frage nachgegangen, ob der F/A-18E/F und der Eurofighter aus Kostengründen schon vor einer Evaluation von der Wunschliste gestrichen werden kann. Der VBS-Kommunikationschef, Jean-Blaise Defago sagte dazu:

Das ist alles pure Spekulation. Alle vier Flugzeuge haben die selben Chancen und werden gleich behandelt.

Von ungleichen Chancen hat jedoch niemand gesprochen – sondern von unterschiedlich hohen Preisen der Anbieter. Vielleicht wird sich das Feld aus Kostengründen relativ schnell lichten. Es würde kaum Sinn machen, ein Kampflugzeug zu evaluieren, bei dem man bei einer vorliegenden Offerte weiss, dass es preislich nicht ins Budget passt – vorausgesetzt die Konkurrenten erfüllen die vom VBS definierten Anforderungen. Viel wichtiger in Bezug auf Kostenüberlegungen scheint mir die Aussage von Armasuisse-Sprecher Kaj Gunnar Sievert zu sein. Er warnt vor vorschnellen Schlüssen. Preisvergleiche seien nur bei identischen Offerten und zum gleichen Zeitpunkt zulässig. Je nach Ausrüstung könne der Preis für den selben Flieger stark variieren. Der Artikel der BZ kann man hier als PDF nachlesen.

 
Update vom 13.02.2008
Der Ersatz der 54 Tiger-Kampfjets ist das Schwergewicht der Rüstungsplanung des Bundes für die Armee. Die Beschaffung soll im Rahmen des Rüstungsprogramms 2010 erfolgen. Wegen dem Umfang des Geschäfts will das VBS auf ein Rüstungsprogramm 2011 verzichten. Die Ablösung der alten Tiger-Flotte soll zwischen 2013-2015 erfolgen.

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28 Responses to Tiger Teilersatz: Update 01

  1. Frosch says:

    Nur eine kurze Bemerkung/Frage zu den zu beschaffenden Stückzahlen: Das Programm läuft unter der Bezeichnung Tiger Teilersatz. Ist es nicht denkbar (und bei den Preisen einiger Hersteller wahrscheinlich), dass nur ein Teil der angestrebten 33 Flugzeuge beschafft wird, und eine zweit vielleicht sogar eien dritte Tranche auf später verschoben wird? Dieses Vorgehen würde möglicherweise eine Lücke in der Luftraumüberwachung entstehen lassen, wäre aber vielleicht politisch einfacher umzusetzen. ich glaube mich zu erinnern, dass bereits vor einiger Zeit, als man sich erste Gedanken um die Tiger Nachfolge gemacht hat, eine Tranchenweise Beschaffung in Betracht gezogen wurde. Allerdings ist seither einige Zeit vergangen und die Zeit für die beschaffung eines Nachfolgers wird immer knapper.

  2. Patrick Truffer says:

    Hallo Frosch,

    danke für diese Bemerkung. Der Begriff “Teilersatz” ist mir auch aufgefallen. Deshalb habe ich ihn im ersten Satz auch fett (je nach Browser sieht man es etwas schlecht) geschrieben.

    Theoretisch ist es möglich, dass in mehreren Tranchen beschafft wird. Dagegen spricht jedoch einerseits die höheren Kosten, andererseits könnte bei einer zweiten Tranche die Zeit zwischen Bestellung des Tiger-Ersatzes und der Ausmusterung der alten Tiger knapp werden. Beim F/A-18C/D wurde mit dem Bundesbeschluss vom 17. Juni 1992 ein Verpflichtungskredit von 3,495 Milliarden Franken zur Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen bewilligt. Am 6. Juni 1993 haben Volk und Stände die Initiative für eine Schweiz ohne Kampfflugzeuge abgelehnt und damit den Weg für die Beschaffung freigegeben. Die drei Staffeln waren 1997, 1998 und 1999 operationell. Das heisst, wenn der Tiger-Ersatz mit dem Rüstungsprogramm 2010 bewilligt wird, dann sind 4 Jahre bis zur opperationellen Bereitschaft einer Staffel eine realistische Zeitdauer. Wenn der Tiger Ende 2015 wirklich ausgemustert werden muss, dann wird die Zeit für eine tranchenweise Beschaffung knapp. Wie gross der zeitliche Spielraum bei der Ausmusterung des Tigers ist, weiss ich nicht.

    Ausserdem kommen politische Faktoren dazu. Ich bin nicht Deiner Meinung, dass eine tranchenweise Beschaffung politisch einfacher wird. Nach einer ersten Tranche beispielsweise zwei Jahre später bereits wieder ein Rüstungsbudget in dieser Grössenordnung zu präsentieren, ist meiner Meinung mit einem gewissen Risiko verbunden.

    Diskussionspartner von mir sind der Meinung, “Teilbeschaffung” beziehe sich auf den Umstand, dass 54 Tiger durch 33 Ersatzkampfflugzeuge “teilersetzt” werden – also, dass es sich dabei um einen Hinweis auf den geringeren Umfang handelt, was sich womöglich bei einer Initiative der GSoA zur Blockierung der Beschaffung durch das VBS positiv ausnutzen liesse.

    Schlussendlich würde ich mich nicht zu stark auf diese 2,2 Milliarden Franken verlassen. Ich denke mal, dass die Preisvorgabe bei einer Offerteneinladung absichtlich tief angesetzt wird. Dann stellt sich noch die Frage, wie die Kompensationsgeschäfte angerechnet werden. Vielleicht gibt es auch ein paar Jahre später einen Nachkredit ;-) Es gibt noch einige andere offene Punkte, die im Artikel nicht berücksichtigt wurden (Occasionsbeschaffung usw.).

  3. Frosch says:

    Ja, die Zeit wird wirklich langsam knapp. Dabei ist die Beschaffung sicher schon seit zehn Jahren das Thema. Auch die Grössenordnung der zu beschaffenden Flotte ist so lange bekannt. Aber man hat eben auch Zeit ‘vertrödelt’, weil man nach aussen nicht schon wieder eine so teure Beschaffung ‘rechtfertigen’ konnte, und auch innerhalb des VBS finanzielle und organisatorische Zwänge dem Kauf entgegenstanden. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie die Empfehlung lauten wird. Ob die Sache mit dem Nachtragskredit allerdings eine gute Sache ist mag ich bezweifeln: möglicherweise erinnert sich noch jemand an den Mirage-kandal in den 60-er Jahren ;-).

  4. He says:

    Wer sagt, dass Boeing bloss de F/A-18E/F hat, die C und D Versionen werden noch immer verkauft und haben auch einen Tieferen Preis. Es müssten auch keine Piloten umgeschult werden.

  5. Patrick Truffer says:

    Hallo He,
    danke für Deine Frage. Hast Du eine Quelle, die belegt, dass die F/A-18C/D noch verkauft wird, welcher Staat nach 2000 wieviele F/A-18C/D zu welchem Preis gekauft hat?

    Nach meinen Informationen wurde die letzte F/A-18C/D im Jahre 2000 an die US Marine ausgeliefert: “The final delivery of an F/A-18, an F/A-18D Hornet, is delivered to the U.S. Marine Corps.” (Quelle: Boeing)

    Boeing upgradet noch in Betrieb befindliche F/A-18C/D Kampfflugzeuge. Die Modernisierung der in der Schweiz zur Zeit im Einsatz stehenden F/A-18C/D Kampfflugzeuge wird voraussichtlich ist im Rüstungsprogramm 08 mit ca. 600 Mio Franken (535 Mio US-Dollar) 404 Mio Franken auftauchen enthalten (Quelle: Defense Security Cooperation Agency; für Details zum Upgrade-Programm: Defense Industry Daily). Solche Upgrades und Ersatzteile für den F/A-18C/D wird es voraussichtlich nur noch bis 2020 geben:

    The F/A-18C/D models ended production in the late-1990s having been superseded by the F/A-18E and F/A-18F Super Hornet. Current plans call for the F-18A/B aircraft to remain in service with the US Navy until about 2015 while F-18C/D models will be retired by 2020. (Quelle: Aerospaceweb)

    Mit anderen Worten: kaum hätten wir F/A-18C/D Kampfflugzeuge gekauft (wahrscheinlich alte, nicht upgegradete Occasions-Flieger, wenn dies überhaupt möglich ist), wären die Kampfflugzeuge auch schon so gut wie am Ende ihrer Lebenszeit angelangt. Das wäre sogar bei einem geringeren Preis suboptimal.

  6. mig29movt says:

    Vielleicht eine blöde Frage, aber mich würde interessieren wieso die russischen Modelle gar nicht erst zur Diskussion stehen. Der Kalte Krieg ist ja schon ein bisschen länger her und deshalb kann ich keinen (mir) logischen Grund erkennen weshalb, dass dies so gehandhabt wird.
    Gruss
    mig29movt

  7. Patrick Truffer says:

    Hallo mig29movt,
    das ist absolut keine blöde Frage. 1991 wurde die Ausschreibung zur Beschaffung eines neuen Schweizer Kampfflugzeuges noch einmal geöffnet, so dass auch die Dassault Mirage 2000-5 und die MiG-29 in Betracht gezogen werden konnten. Das Rennen machte dann aber trotzdem die F/A-18 C/D.

    Österreich teste im Rahmen ihrer Beschaffung die MiG-29 – nicht erfolgreich. Trotzdem blieb die MiG-29 bis Mitte Januar 2001 als Option im Beschaffungsprogramm. Wegen der ungenügenden Absicherung der Materialversorgung während der gesamten vorgesehen Nutzungsdauer kam die MiG-29 jedoch nicht in die engere Wahl. (Quelle: airpower.at)

    Zur Zeit wären folgende russische Kampfflugzeuge generationsmässig den vier in der Auswahl stehenden ebenbürtig: Sukhoi Su-30 und Sukhoi Su-35. Ich zweifle jedoch, dass die Interoperabilität (NATO-Standards), die von der Schweiz geforderte Qualität, die Weiterentwicklung und die langfristige Versorgung mit Ersatzteilen bei diesen russischen Kampfflugzeugen gegeben ist. Hier in die Details zu gehen, würde den Rahmen eines Kommentars sprengen, ich werde jedoch das Thema “Entwicklung bei den russischen Kampfflugzeugen” auf meine Liste der möglichen Artikel nehmen und vielleicht kann ich im Laufe des Jahres etwas detaillierter darauf eingehen.

  8. Frosch says:

    A propos Qualität der russischen Flieger: Algerien will 15 Mig-29SMT/UB, die es 2006 im Zuge eines Schuldenerlasses bei den Russen gekauft hat, an Russland zurückgeben, angeblich wegen ihrer schlechten Qualität. Der Hersteller hätte sich bereit erklärt, sofern Algerien willig sei modernere Jets aus der gleichen Fabrik zu kaufen. In Russland vermutet man aber, dass sich die Algerier für die Rafale der Franzosen interessieren. (Quelle: Pravda, 18.2.08)
    Das würde auch etwas ins Bild einer doch recht aggressiven Verkaufsstrategie der Franzosen passen, die sich wieder vermehrt in Nordafrika engagieren. Zudem wärees der erste Exportkunde für die Rafale, wenn der Deal zustande kommt.

  9. Patrick Truffer says:

    Danke Frosch für diese Info. Hier noch ein Link dazu.

  10. Pingback: Offiziere.ch » Rüstungsprogramm 08

  11. Markus Gisel says:

    Gegner der Luftwaffe (und unserer Armee) versuchen den Bürger immer wieder mit dem Argument zu verunsichern, dass die Flugwaffe nicht mehr zeitgemäss sei, da sie eh nicht in der Lage sei unser Land vor allfälligen Attacken mit Cruise Missiles zu schützen. Um diesen Kreisen von Anfang an den Wind aus den Segeln zu nehmen wäre es m.E. sehr wichtig, dass diesem Punkt bei der Evaluierung des neuen Kampfjets grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird und dass die entsprechenden Erkenntnisse auch klar und breit gefächert kommuniziert werden.

  12. Pingback: Offiziere.ch » Neue Generation von Kampfflugzeugen: Su-35

  13. Patrick Truffer says:

    Zur Frage, weshalb keine russische Kampfflugzeuge als Tiger-Ersatz evaluiert werden, siehe die Stellungnahme des Generalsekretariat VBS.

  14. Markus Gisel says:

    Einigermassen überrascht entnehme ich der Presse (NZZ Online http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/keine_offerte_von_boeing_fuer_tiger-nachfolge_1.723070.html)
    dass Boeing mit einer m.E. fadenscheinigen Begründung darauf verzichte, eine Offerte für den TTE zu stellen. Hat jemand eine plausible Erklärung?

  15. Patrick Truffer says:

    Hallo Markus,

    danke für den Kommentar – die Meldung der NZZ habe ich glatt übersehen.

    Ich finde die Begründung jedoch nicht fadenscheinig. Wenn in den Anforderungen wegen den schweizerischen Installationen beispielsweise Grössevorgaben festgeschrieben sind, die nur durch aufwendige Anpassungen eingehalten werden können (also das Flugzeug quasi teilweise “helvetisiert” werden müsste), so könnte das für Boeing finanziell nicht mehr sehr lukrativ sein. Ausserdem ist der finanzielle Rahmen für die Beschaffung eng gesetzt und wie im obigen Artikel bereits vermutet wird es für Boeing eher schwierig im Vergleich zu Gripen und Dassault eine vorteilhafte Offerte präsentieren zu können.

    Ein weiterer Grund kann in der Auslastung der Boeing-Werke liegen. Defense News berichtete in der Ausgabe vom 7. April 2008, dass die US Navy in Betracht zieht, zusätzlich 50-282 F/A-18E/F anzuschaffen und abhängig davon vielleicht sogar die Britten sich für weitere F/A-18E/F entscheiden könnten. Für Boeing ist also die Konzentration auf diesen Markt viel wichtiger als eine komplizierte Zusammenarbeit mit der Schweiz. Das zeigt sich auch darin, dass Boeing der US-Navy einen 4 Millionen US-Dollar Discount auf die derzeitige F/A-18E/F Version (53 Millionen US-Dollar pro Stück) versprochen hat.

  16. Pingback: Offiziere.ch » Tiger-Ersatz, Teil 1: F/A-18E/F

  17. HeavySax says:

    Hallo zusammen
    Also ich kann euch ein paar Antworten liefern, aber vielleicht komme ich auch ein bisschen zu spät damit:-D
    Das Projekt heisst “Tiger Teilersatz”, weil nicht mehr die gleich Stückzahl an Jets beschafft wird. Dementsprechend ist es nur ein Teil.
    Die F/A-18 Jets, die vorher zur Auswahl waren, sind Super Hornet, keine Hornet wie wir sie bereits haben. Sie sind viel stärker und moderner. Zudem ist der Rumpf rund 30% grösser. Wieso Boeing die Offerte zurückgezogen hat, kann man nur darüber spekulieren. Ich finde, dass es die Retourkutsche auf den Gasliefervertrag mit dem Iran ist…

  18. Frosch says:

    Der Rückzug von Boeing ist keine Retourkutsche für den Freundschaftsbesuch und den Austausch von Nettigkeiten zwischen dem Iran und unserer Aussenministerin. Das würde auch keinen Sinn machen. Wenn schon dann könnten sie die belieferung mit Ersatzteilen für unsere aktuelle Hornet Druck aufsetzen, oder uns an anderen Orten treffen die viel mehr schmerzen würden… Ich denke auch eher, dass es sich bei diesem Entscheid um wirtschaftlich/marketigtechnische Überlegungen gehandelt hat.

  19. HeavySax says:

    Ich habe erfahren, dass im Moment auch noch andere Nationen wie England an den Super Hornets interessiert sind. Daher lohnt es sich für Boeing mehr, England statt uns zu beliefern. Und voallem ist es für die Amis leichter mit England Geschäfte zu machen. Bei uns ist dies sehr viel komplexer.

  20. Künzi says:

    Hallo zäme
    Interessantes Thema. Spannend wird es dann auch, wenn die RUAG mit den Testflügen startet.
    Meine Frage, sind Informationen verfügbar wann und wo die Test’s stattfinden?
    Unter anderem soll ja in Unterbach/Meiringen mehrere Starts/Landungen gemacht werden und die Kaverene getestet werden.
    Würde mich über eine zuverlässige Info sehr freuen!

  21. Markus Gisel says:

    Hallo Künzi

    Meines Wissens sind bis jetzt keine genauen Daten bekannt. Ab Ende Juli bis Anfangs Dezember sollen die Maschinen in Emmen und/oder Meiringen starten. Siehe auch nachstehenden Link

    http://www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20085026

    Ansonsten würde ich empfehlen von Zeit zu Zeit den entsprechenden Link der Luftwaffe zu konsultieren

    http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/dokumentation/assets/beschaffungen_vorhaben/tigerteilersatz.html

    und/oder als zusätzliche Sicherheit auf folgendem Link den Newsletter-Service der Armee bzw. Luftwaffe abonnieren

    https://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/login;jsessionid=FC74A8DB53D6B9B96D014C83E0B50090

    Viel Glück

    Markus

  22. Markus Gisel says:

    Offenbar ist mein kürzlich erfasster Kommentar in den unerfindlichen Weiten des Cyber Space untergegangen, weshalb ich diesen nachfolgend nochmals “poste”.

    Die Flug- und Bodenerprobungen beginnen am 28. Juli mit dem ersten Kandidaten, dem
    schwedischen Gripen. Diesem Flugzeug folgt im Oktober der französische Rafale und mit dem
    Eurofighter finden die Flug- und Bodenerprobungen anfangs Dezember ihr Ende. Dies gemäss kürzlicher Mitteilung des VBS. Weitere Informationen über folgenden Link:

    http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&msg-id=19353

    Markus Gisel

  23. Frosch says:

    Auch die NZZ interessiert sich für die Flugzeugevaluation und wird deshalb verschiedene Beiträge mit Luftwaffenchefs der Nachbarländer bringen. In der heutigen Ausgabe (NZZ 28. Jul 2008, Nr. 174, S. 9) befragt Bruno Lezzi den Generalinspekteur der deutschen Luftwaffe, Generalleutnant Klaus Peter Stieglitz, zur Rolle der deutschen Luftwaffe und auch spezifisch zum neuen Waffensystem Eurofighter. Auf die Vorteile des Eurofighter angesprochen nennt Stieglitz zuerst die ausgefeilte Aerodynamik und die hochentwickelte Avionik. Fügt dann aber an “Da wir uns neben der Produktions- noch in der Entwicklungsphase befinden, wird das System durch laufende Software-Änderungen ständig verbessert. Darüber hinaus erwarten wir in diesem Jahr die ersten Eurofighter der zweiten Tranche mit erweiterten Fähigkeiten. Diese könne erstmals auch in der Luft-Boden-Rolle eingesetzt werden.” Ich weiss, dass die entwicklung nie aufhört, aber ich habe fast den Eindruck dass es sich beim Eurofighter/Typhoon um ein Microsoft Produkt handelt: jetzt den vollen Preis für ein unfertiges Produkt bezahlen, und dann nach und nach mittels Updates, Patches und und so weiter das Produkt zur gebrauchsfähigkeit bringen. Also der Eurofighter kann definitiv keine Alternative für die Schweizer Luftwaffe sein……

  24. Pingback: Offiziere.ch » Tiger Ersatz: Krebst die Armasuisse zurück?

  25. Patrick Truffer says:

    Die Luftwaffe gab am 15. Januar 2010 bekannt, dass die Schweizer F-5 Tiger ihre 250.000 Flugstunde absolviert haben.

    Die Tiger-Flotte leistet in der Schweizer Luftwaffe seit 32 Jahren mit einer Viertelmillion Flugstunden wertvolle Dienste. Die Flugzeuge stehen vor dem Ende ihrer Lebensdauer. Im Rahmen des Projekts Tiger-Teilersatz (TTE) ist in den nächsten Jahren ihre Ablösung durch eine kleinere Anzahl moderner Flugzeuge geplant. Zur Debatte stehen der Eurofighter Typhoon von EADS, die Rafale von Dassault und der Gripen von Saab. Den Entscheid über den Tiger-Teilersatz wird der Bundesrat in diesem Jahr treffen.

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