Aufgeschnappt: Vielfalt, Wettbewerb und “Resilient Dynamism”

Wettbewerb nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch zwischen den Standorten und eine wetteifernde Vielfalt, eine freiheitliche Ordnung und direkte Demokratie: Das ist das Erfolgsrezept der Schweiz. [...] Nicht nur der Wettbewerb in der Privatwirtschaft, sondern auch der Wettbewerb der Staatssysteme und der Standorte bringt Fortschritt und Wohlstand. Allerdings wird nicht überall danach gehandelt. Denn Wettbewerb ist anstrengend: Die eigenen Rahmenbedingungen zu verbessern ist harte politische Arbeit. Gerade grosse Staaten kommen in Versuchung, darauf zu verzichten. Stattdessen setzen sie ihre kleineren Standort-Konkurrenten unter Druck, damit diese ihre Rahmenbedingungen verschlechtern müssen.

Wenn die Schweiz heute wirtschaftlich im internationalen Vergleich gut da steht, haben wir das unserem freiheitlichen Staatssystem zu verdanken. Ich frage mich: Wäre es nicht besser, andere Staaten liessen sich von diesem Erfolg inspirieren, als dass sie unsere Ordnung verunglimpfen und bekämpfen? Der Druck von Mächtigen auf kleine, aber erfolgreiche Konkurrenten gibt mir zu denken. Denn damit wird der Wettbewerb, der Motor des Fortschritts, abgewürgt. Letztlich gibt es Wohlstandseinbussen für alle. Selbst die grossen Staaten sind nur vorübergehende Gewinner. Wenn der Wettbewerb der Systeme und der Standorte fehlt, werden die Staaten träger und träger – bis jeder Reformwille erlahmt. — Bundespräsident Ueli Maurer, Eröffnungsreferat anlässlich des World Economic Forum vom 23. Januar 2013 in Davos.

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